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Tørning Mühle 

Die Mühle war von jeher nahe mit der Burganlage verbunden. Man
rechnet damit, daß hier so lange die Burg existierte auch eine Mühle
gelegen hat. Die ersten sicheren Informationen über die Nutzung der
Wasserkraft stammen jedoch erst aus dem Jahre 1494, als König
Hans Tørning erwarb.

 

Die Mühle ist mehrmals abgebrannt - zuletzt
1907. Es besteht ein großer Unterschied zwischen der Mühle, die hier
im 17.Jahrhundert lag und der großen Industriemühle, die uns heute
hier begegnet, wenn wir von der "Seeseite" kommen.

Tørning Mühle

 

Die Mühle war von jeher nahe mit der Burganlage verbunden. Man
rechnet damit, daß hier so lange die Burg existierte auch eine Mühle
gelegen hat. Die ersten sicheren Informationen über die Nutzung der
Wasserkraft stammen jedoch erst aus dem Jahre 1494, als König
Hans Tørning erwarb. Die Mühle ist mehrmals abgebrannt - zuletzt
1907. Es besteht ein großer Unterschied zwischen der Mühle, die hier
im 17.Jahrhundert lag und der großen Industriemühle, die uns heute
hier begegnet, wenn wir von der "Seeseite" kommen.


Die Tørninger Burg

Hoch über dem Tal lag das „Bergschloß". Wenn man von den Städten absieht, war diese Burg im Mittelalter
die größte Sønderjyllands. Sie wird zum ersten Mal im Jahre 1331 erwähnt, wurde aber wahrscheinlich schon
im 11.Jahrhundert errichtet. Die Burgruine besteht aus einer ansehnlichen Anhöhe und einer nach Süden gerichteten Vorburg. Die ganze Anlage war nach Norden und Osten von steilen Abhängen, nach Westen vom Mühlenteich und nach Süden von zwei Wallgräben, zwischen denen noch eine Vorburg lag, geschützt.
Von der Tørninger Burg aus hat man die wichtigsten Wege zwischen Sønderjylland (Nordschleswig) und dem
nördlichen Jütland beherrschen können. Deshalb spielte sie eine zentrale Rolle während der Machtkämpfe zwischen den dänischen Königen und den holsteinischen Grafen. Lange Zeit hindurch waren es überwiegend die letzteren, die die Kontrolle über die Burg hatten.
Unter den Burgherren, die sich während der Blütezeit der Törninger Burg am meisten profilierten, waren die Lembekes, die in der letzten Hälfte des 12. bis zu Anfang des 13.Jahrhunderts zu den Mächtigsten des Reiches gehörten.
Im Jahre 1428 kam die Familie Ahlefeldt nach Tørning, die ebenfalls eine engeVerbindung zu den holsteinischen
Grafengeschlechtern hatte.
1494 erwarb König Hans die Burg und deren Umgebung, und die Tørninger Burg war nun ungefähr 100 Jahre lang Residenz des königlichen Amtmanns. Als später die Verwaltungsgeschäfte nach und nach von Hadersleben aus durchgeführt wurden und das Interesse des Königs sich mehr auf die Stadt mit dem neuen Schloß - Hansborg - konzentrierte, verlor die Tørninger Burg ihre Bedeutung. Sie verfiel, und am 9. März 1597 brannte sie nieder.

 

Die Wasserturbinenanlagehe 

Mehr als 500 Jahre lang hat man die gewaltigen Kräfte des Wassers genutzt. Das Wasser strömt durch die Tørninger Aue - dem jetztigen Stevninger Teich - hinunter nach Tørning und weiter in Richtung Osten, wo es im Kleinen Belt endet - 38 Millionen Kubikmeter jährlich oder umgerechnet 1200 Liter pro Sekunde! In den vielen Jahren trieb das Wasser das Mühlrad im tiefen Tal an. Eine Staumauer hielt das Wasser des Stevninger Teiches zurück, und verborgene Kanäle führten es dann hinunter zum Rad. Heute werden die
Wassermassen acht Meter hinunter zu den Turbinen geführt. Es handelt sich hier um zwei sogenannte Francis-Turbinen von 1908 mit einer Leistung von ca. 120 bzw. 60 kw.
Nehmen Sie sich Zeit unten im Keller, und genießen Sie diese fantastische alte Technik.

Das Hause des Mühlers 

Das Haus des Müllers - auch Haupthaus genannt - ist ein schönes Steinhaus mit feinen Dekorationen. Es stammt wahrscheinlich aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, wurde aber Mitte des 19. Jahrhunderts umgebaut.
Das Haus beherbergt heute eine Naturschule, das Lokalhistorische Archiv und die sehenswürdige Gedächtnisstube der Anna Caroline Amalie Hoff. Das Interieur der Stube gehörte der Müllerfamilie Boysen, die viele Generationen hindurch - fast 200 Jahre lang - in der Mühle wohnte und wirkte. 

 

Die alte Esche - "Die Brandesche"

Viele Kämpfe und Kriege sind über diese Gegend hinweggegangen. Während des Mittelalters kämpften die
dänischen Könige immer wieder gegen die holsteinischen Grafen. Nach dem Brand der Tørninger Burg wurde
die Ruine mit der Wallanlage erneut für einen Krieg hergerichtet. Diesmal während des dreijährigen Krieges in
den Jahren 1848-1850. Die Dänen benutzten die Mauern der Ruine als Schanzen, und man bereitete eine
Öffnung der Schleuse vor, um das Gebiet bis zum Haderslebener See überschwemmen zu können.
Auf der Westseite des Burgwalls stand damals eine Esche, die, wenn nötig, gefällt werden sollte, so daß sie sich
quer über die Straße legte, um als Wegsperre zu dienen.
An dieser Stelle fanden jedoch keine Kämpfe statt. Die Esche blieb also stehen - bis sie eines Tages im Jahre 1992 ganz von alleine wegen Altersschwäche einem Sturm zum Opfer fiel. Welch ein Glück! Eine alte Sage erzählt nämlich, daß die Mühle niederbrennen würde, falls der alte Riese von Menschenhand gefällt werden sollte. Die Überreste des Riesen liegen noch heute am Straßenrand.


"Das Haus des Bezirksvorstehers" 

Idyllisch am Mühlenteich gelegen finden wir das Haus des Bezirksvorstehers. Es ist das älteste Haus des gesamten Gebäudekomplexes. Es wurde Anfang des
18. Jahrhunderts gebaut und war ursprünglich ein Gasthof.
Nachdem die Burg 1597 niedergebrannt war, wurde das bisherige Adelsgut zum
Ackerhof, und es gab viele verschiedene Pächter - unter ihnen der namhafte Peter Christian Holm, der auf verschiedene Art in die Lokalgeschichte einging!

Er war es, der 1753 dafür sorgte, daß der Müller dazu verurteilt wurde, den Weg durch den Schloßwall zu graben - den wir noch heute benutzen - damit er zu seinem Gasthof kommen konnte! Und er war es, der hier als Gespenst
umging! Boshaft, heimtückisch und hinterhältig wie er war, konnte er in seinem Grab oben auf dem Friedhof in Hammelev keine Ruhe finden. Die Sage erzählt, daß man drei Priester herbeirufen mußte, um ihn zum Schweigen zu bringen. Der Pfahl soll immer noch dort stehen - und wenn man ihn hin- und herbewegt hört man aus der Tiefe seine hohle Stimme: „Pack fester zu!" - das war es, was er immer von seinen Fronbauern verlangt hatte.

 

Die Pionierbrücke

Die Brücke wurde während des 1. Weltkrieges von den Deutschen erbaut.
Sie war Teil der großen Verteidigungslinie „Sicherungsstelle Nord", die quer
durch Sønderjylland (Nordschleswig) gelegt wurde. Mit Hilfe der Schleusentore
konnten weite Gebiete in östlicher Richtung überschwemmt werden und damit
einen feindlichen Vormarsch verhindern helfen.

Die Thingstelle

Der Genkstein soll uns an die alte Thingstelle, das Thinghaus und die Nationalitäts-
kämpfe der Vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts erinnern, als Christian VIII. die
dänische Sprache auch auf dem Gebiet der Gesetzgebung und Verwaltung einführte.
Als Dank setzten Dorfschulzen der Umgebung dem König eine Gedenktafel mit
folgendem

Hochkanal und Fischpasß

Auf dem Weg nach Christiansdal liegt auf der Nordseite der Hochkanal und südlich der Fischpaß. Der Hochkanal
wurde 1862 gegraben, um mehr Wasserkraft für die neuen Turbinen, die die Wasserräder in Christiansdal ablösten, zu schaffen. Der Fischpaß soll Forellen und Lachsen den Durchgang zu den Laichplätzen sichern. Einen ähnlichen Durchgang gibt es bei Christiansdal.

 

Die Autobahn

1984 wurde die Autobahn über das Tal geführt. Bei den Bauarbeiten stieß man auf einige Ziegeleien aus dem Mittelalter. Man vermutet, daß die großen Backsteine, die sowohl für Tørninghus als auch für die Kirche zu Hammelev verwendet worden sind, aus diesen Ziegeleien stammen.
Auf gekennzeichneten Wanderstrecken kann man die Natur weiter bis nach Hindemade genießen. Die Tørninger Aue überquert man über eine Holzbrücke direkt unter der großen Betonbrücke.

 

 

Christiansdal

Wenn man heute die naturschöne Gegend um Christiansdal betrachtet, kann man sich nur schwer vorstellen, daß hier früher einmal ein sehr bedeutendes Industriegebiet lag. Man bezeichnet dieses Gebiet auch als „DieWiege der Industrie".
Es begann 1771 mit dem Entstehen einer Blechfabrik. Später kamen weitere Fabriken, die die Wasserkraft nutzten, hinzu: eine Leinenweberei, eine Bleichanstalt, eine Ölmühle, eine Glashütte, eine Spiegelglasfabrik und zuletzt eine Papier-fabrik mit ungefähr 300 Arbeitern.
1907 brannte alles nieder, und heute gibt es dort nur noch ein kleines Elektrizitätswerk (Museum).

Today, when you look out over the scenic beauty you would hardly imagine that Christansdal once was a
very important industrial area.
It is said that this was the "cradle of industry". It started in 1771 with the establishing of a tin factory. Later
followed other businesses, all exploiting the available hydraulic power: Linen weaving mill, bleachery, oil mill,
glass foundry, mirror glass factory, and latest a paper mill with approx. 300 workers.
In 1907 it all burnt down and all that remains today is a small power house/station (electricity museum).

 

Drawings: Finn Nielsen, Tørning
Text: Åge Gram, Vojens

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